Benediktinerkloster Kastl

📷 Bild: Wikimedia Commons

KlosterOberpfalzBezirk Oberpfalz

Benediktinerkloster Kastl

archäologische Stätte in Deutschland

Das Benediktinerkloster Kastl liegt in der Oberpfalz von Bayern und war bis 1556 ein bedeutendes Benediktinerabtei. Es wurde 1103 von Markgrafen und Grafen gegründet und war bis zur Reformation ein zentrales kulturelles und wirtschaftliches Zentrum. Die Abtei war Teil der Kastler Reform und erreichte unter Abt Konrad IV. Lotterbeck ihre Glanzzeit. Die Klosterkirche St. Peter, eine romanische Basilika, wurde im 12. Jahrhundert errichtet und im 15. Jahrhundert gotisch umgebaut. Sie beherbergt ein erhaltenes Wappenfries und ein Grabmal des Ritters Seyfried Schweppermann. Das Kloster verlor nach der Reformation seinen Status und wurde 1636 von den Jesuiten übernommen, später von den Maltesern. In der Zeit des Nationalsozialismus diente die Klosterburg als Flüchtlingsheim und später als Bildungseinrichtung. 1958 entstand hier ein ungarisches Gymnasium, das 2006 geschlossen wurde. Seit 2017 wurde das Gebäude saniert und 2023 als dritter Standort der Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern genutzt. Die Klosterkirche und die umliegenden Gebäude bilden einen Hof um den Chor. Die Kirche ist romanisch mit gotischen Ergänzungen und beherbergt eine Mumie der Prinzessin Anna, die 1715 in der Vorhalle aufbewahrt wird. Die Räume umfassen den ehemaligen Zehentstadel und die Pfarrkirche, die 1808 zur Pfarrkirche wurde. Die Architektur spiegelt den Zustand der Abtei bei ihrer Aufhebung und der Wiederherstellung nach dem Brand von 1552 wider.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Kloster, Archäologische Stätte, religiöse Gemeinschaft, Konvent
Ort
Kastl
Adresse
Klosterburg 4
Erbaut
1101
Denkmalstatus
Baudenkmal in Bayern
Quellen:Benediktinerkloster Kastl (CC0-1.0)

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