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Kapuzinerkirche
Die Kapuzinerkirche in der Wiener Innenstadt ist eine schlichte, einschiffige Saalkirche mit Tonnengewölbe, die zum Kapuzinerkloster gehört. Sie liegt im ersten Bezirk und ist vor allem wegen der Kapuzinergruft bekannt, die über Jahrhunderte als Begräbnisstätte der Habsburger diente. Die Kirche wurde 1618 von Kaiserin Anna gestiftet und 1632 geweiht, doch ihre Geschichte ist von Umbauten und Zerstörungen geprägt, etwa durch den türkischen Beschuss 1683 oder spätere Renovierungen. Besonders sehenswert ist die prunkvolle Kaiserkapelle mit lebensgroßen Statuen habsburgischer Regenten und einem verehrten Mariahilf-Bild. Hier steht auch die Gründergruft mit den Bleisärgen von Kaiser Matthias und seiner Gemahlin. Die Pietàkapelle beherbergt einen Marmoraltar mit einer Pietà von Peter Strudel und Gräber bedeutender Persönlichkeiten wie Marco d’Aviano. An den Wänden des Langhauses erinnern Gedenktafeln an k.u.k.-Militäreinheiten. Im Inneren fallen die Sandsteinplatten aus dem frühen 19. Jahrhundert auf, die nach einer Restaurierung 2016 freigelegt wurden. Die Kirche bietet einen ruhigen Kontrast zur umliegenden barocken Architektur und lädt zum Verweilen ein. Die moderne Orgel auf der Westempore rundet das Bild einer lebendigen, aber bescheidenen Andachtsstätte ab.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
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