📷 Bild: Wikimedia Commons
Silvretta-Stausee
Der Silvretta-Stausee ist ein künstlich angelegter See in den österreichischen Alpen, genauer in der Silvretta-Gruppe im Bundesland Vorarlberg. Er liegt auf 2030 Metern Höhe in einer Senke nahe der Bielerhöhe und wird von zwei Staumauern und einem Erddamm begrenzt. Die Hauptmauer im Nordwesten erreicht eine Höhe von 80 Metern, während der Bielerdamm im Nordosten auf einer Grundmoräne des Vermuntgletschers ruht. Über den östlichen Damm verläuft die Grenze zwischen Tirol und Vorarlberg. Der Stausee ist der höchstgelegene der illwerke vkw AG und dient der Energiegewinnung. Mit einem Stauvolumen von 38,6 Millionen Kubikmetern speichert er genug Wasser, um 134,7 Millionen Kilowattstunden Energie zu erzeugen. Der See wird von mehreren Gletschern gespeist, darunter der Ochsentaler und der Vermuntgletscher, deren Schmelzwasser über die Ill und den Bieltalbach einfließt. Einst prägten Zwangsarbeiter den Bau in der NS-Zeit, heute erinnert eine Kapelle an die Opfer. Für Besucher bietet der See einen gut ausgebauten Wanderweg, der in etwa zwei Stunden um das Gewässer führt. Im Sommer ist das Großrestaurant am Nordende der Staumauer geöffnet, und ein Motorboot ermöglichte einst Rundfahrten. Im Winter ist der See über die Vermuntbahn und einen Tunnel erreichbar, wobei Lawinengefahr die Nutzung einschränkt. Klettersteige an der Hauptmauer und die Nähe zu Hütten wie dem Madlenerhaus machen den Ort zu einem Ziel für Bergsteiger und Wanderer.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
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