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Schloss Rannungen

Schloss in Deutschland

Das Schloss Rannungen liegt in der Ortsmitte der Gemeinde Rannungen im Unterfranken. Es ist ein ehemaliger Adelssitz, der im Hochmittelalter als Ansitz der „Herren von Rannungen“ urkundlich erwähnt wird. Die Anlage war bis 1803 Sitz der adeligen Herren, die über Grundherrschaft und niedere Gerichtsbarkeit verfügten. Im Zuge des Bauernaufstandes wurde das Schloss 1525 niedergebrannt, doch es wurde ab 1543 wiederaufgebaut. Das Schloss war bis 1823 Wohnsitz der Familie von Münster, die 1866 Insolvenz anmeldeten. Danach ging das Schloss an den jüdischen Kaufmann Levi Rosenblüth über und wurde schließlich an die Dorfbevölkerung verkauft. Seitdem ist es in Privatbesitz und landwirtschaftlich genutzt. Die Anlage umfasste ursprünglich ein größeres Areal mit Gaden-Anlage und Graben, von dem heute nur zwei Gebäude übriggeblieben sind. Die heute erhaltenen Gebäude umfassen einen zweigeschossigen Hauptbau aus Sand- und Bruchstein mit Krüppelwalmdach, der die Jahreszahl 1543 trägt, sowie ein Nebengebäude, das auf das 16. Jahrhundert zurückgeht. Der Hauptbau wurde mehrfach um- und rückgebaut, während das Nebengebäude ursprünglich als Zehntscheuer diente. Die Anlage war Teil der Vogtei und der Gaden im Kirchhof, die im 16. Jahrhundert dokumentiert sind.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Schloss
Ort
Bayern
Denkmalstatus
Baudenkmal in Bayern
Quellen:Schloss Rannungen (CC0-1.0)

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