📷 Bild: Wikimedia Commons
Grafensulz
Grafensulz ist ein kleines Dorf im nördlichen Weinviertel Niederösterreichs und gehört zur Gemeinde Ladendorf. Es liegt in den Leiser Bergen, wo der Taschelbach entspringt und die südliche Ortsgrenze bildet. Das Katastralgebiet umfasst 6,12 Quadratkilometer mit einem leicht hügeligen Norden. Der Ort lohnt einen Besuch wegen seiner reichen Geschichte und archäologischen Funde. Hier lebten Menschen bereits in der Altsteinzeit, später folgten Siedlungen der Linearbandkeramik und anderer Kulturen. Besonders bekannt ist eine 7.000 Jahre alte Gesichtsapplike aus der Jungsteinzeit. Im Mittelalter gab es eine romanische St.-Ägidius-Kirche mit einem der ältesten Taufbecken Österreichs, die als Asylstätte diente. Vor Ort prägen ältere Häuser und Felder das Bild. Die Umgebung lädt zu Spaziergängen entlang des Taschelbachs ein. Die St.-Ägidius-Kirche auf ihrem Hügel bietet einen weiten Blick über die Landschaft. Einst gab es hier eine Schule und mehrere Betriebe, heute ist Grafensulz vor allem ein ruhiger Ort mit wachsender Kindergruppe.
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