Kloster St. Clara (Bickenkloster)
Kloster in Deutschland
Das Kloster St. Clara, auch Bickenkloster genannt, liegt am östlichsten Punkt der Stadtmauer von Villingen-Schwenningen. Es war einst das älteste und letzte der sieben ehemals vorhandenen Klöster in der Stadt. Das ehemalige Klarissenkloster stand ursprünglich außerhalb der Stadt, später wurde es in die Stadt verlegt. Seine Nachbarn waren das Augustinerinnen- und Dominikanerinnenkloster sowie die Vetternsammlung. Das Bickenkloster war bis 1782 ein geschlossenes Klarissenkloster und entwickelte sich im 15. Jahrhundert unter der Äbtissin Ursula Haider zu einem Zentrum mystischer Spiritualität. Es war während des Dreißigjährigen Kriegs mehrfach belagert und erlitt schwere Schäden. 1782 wurde es aufgehoben, und die Nonnen gründeten daraufhin eine Lehranstalt für Mädchen. 2015 wurde das Kloster endgültig geschlossen, wodurch die Klosterräume an die St.-Ursula-Schulen übergingen. Vor Ort können Besucher die historischen Räume und den ehemaligen Klosterkomplex erkunden, der heute von Schulen genutzt wird. Die Lage am Bickentor bietet Ausblicke auf die Stadtmauer und die Umgebung. Die Geschichte des Klosters ist durch Dokumente wie die Chronik von Juliana Ernstin und die Schriften der Äbtissin Ursula Haider belegt. Die heute erhaltenen Räume und Schätze erzählen von der langen Geschichte des Bickenklosters.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Kloster, religiöse Gemeinschaft
- Ort
- Villingen-Schwenningen
- Erbaut
- 1278
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