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Raurisertal
Das Raurisertal liegt in Salzburg und wird vom Fluss Rauriser Ache durchzogen. Es gehört zum Gemeindegebiet von Rauris im Bezirk Zell am See und erstreckt sich nördlich des Alpenhauptkamms. Westlich grenzt das Fuschertal an, östlich das Gasteiner Tal, während es nach der Kitzlochklamm in das Salzachtal mündet. Der Hauptort ist Rauris. Das Tal gliedert sich in ein unteres, zwischen Taxenbach und Wörth gelegenes Rauristal und das höhere Hüttwinkltal oberhalb von Wörth, das auch Kolm-Saigurn als Abschluss hat. Besonders bekannt ist das Hüttwinkltal durch jahrhundertelangen Goldbergbau und als Lebensraum für Geier. Hier wurden Bartgeier aus dem Tiergarten Hellbrunn ausgewildert. Im Seidlwinkltal, das bei Wörth abzweigt, verlief einst eine Römerstraße über das Mittertörl, die durch den Bau der Großglockner-Hochalpenstraße an Bedeutung verlor. Im oberen Abschnitt der Seidlwinkl-Ache liegt auf etwa 1530 Metern das Rauriser Tauernhaus, eine historische Schutzhütte aus dem Säumerwesen. Im Krumltal, einem Seitental südlich von Bucheben, befindet sich eine WWF-Beobachtungsstation für Adler, Gänsegeier und Bartgeier. Die hier 1986 erstmals ausgesetzten Bartgeier nutzten traditionelle Schlafplätze in Moosenwand und Rote Wand. Nach der Freilassung von über 30 Tieren bis 1999 wurde 2010 erstmals ein Junges freilebender Bartgeier im Krumltal gesichtet.
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