Museum Zwangsarbeit im Nationalsozialismus
Museum zur NS-Zwangsarbeit in Weimar, Thüringen
Das Museum Zwangsarbeit im Nationalsozialismus in Weimar ist in dem ehemaligen Gauforum Weimar untergebracht, das 1940 als Amtssitz des Thüringer Gauleiters Fritz Sauckel errichtet wurde. Es ist das zweite Museum in Deutschland, das die Lebensbedingungen der Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen im Nationalsozialismus dokumentiert. Die Standortwahl ist auf die Rolle Sauckels als Generalbevollmächtigter für den Arbeitseinsatz zurückzuführen. Das Museum eröffnete am 8. Mai 2024 und deckt eine Ausstellungsfläche von 850 m² ab. Es präsentiert die Geschichte der Zwangsarbeit in Deutschland und den besetzten Ländern Europas von 1933 bis 1945. In dieser Zeit wurden 20 Millionen Menschen verschleppt und zur Zwangsarbeit gezwungen, wobei 13 Millionen nach Deutschland verbracht wurden. Die Ausstellung umfasst 60 Biografien und beleuchtet Beziehungen zwischen der deutschen Bevölkerung und ausländischen Zwangsarbeitern. Die Ausstellung umfasst Räume, die die verschiedenen Orte der Zwangsarbeit darstellen, wie Konzentrationslager, Ghettos und Industriebetriebe. Die Besucher*innen erhalten Einblick in die Lebenswelt der Betroffenen und die gesellschaftlichen Verhältnisse der Zeit. Die Umgebung des Museums ist durch den historischen Kontext des Gauforums und die Nähe zu anderen Gedenkstätten geprägt.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Museum
- Ort
- Weimar
- Adresse
- Jorge-Semprún-Platz 2, 99423 Weimar
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