Herrensitz Düna

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Herrensitz Düna

archäologischer Fundplatz im Landkreis Osterode am Harz

Der Herrensitz Düna liegt am Ortsrand von Düna im Landkreis Osterode am Harz. Er ist ein ehemaliges Steingebäude, das im 10. Jahrhundert errichtet wurde und aufgrund seiner massiven Bauweise als Herrensitz gilt. Die Siedlung befand sich auf einer Hochfläche von 260 bis 270 m ü. NN und lag zwischen zwei Quellarmen des Dünabachs. Die Wasserführung floss durch die Siedlung und bildete ein Kerbtal. Die Fläche war bis 1935 als Domäne bebaut und später zu Ackerland umgebrochen. Die Ausgrabungen zwischen 1981 und 1985 zeigten, dass die Siedlung vom 3./4. Jahrhundert bis ins 13./14. Jahrhundert besiedelt war. Dabei wurden römische Importkeramik, ein Rennofen zur Erzverhüttung und ein repräsentatives Steingebäude gefunden. Das Gebäude war 11 Meter lang und 8 Meter breit, teilweise unterkellert und mit Drainagen versehen. Es wurde im 11./12. Jahrhundert durch Brand zerstört und anschließend wieder aufgebaut. Die Siedlung endete im 13./14. Jahrhundert mit einer erneuten Zerstörung. Die archäologischen Funde ermöglichten Einblicke in die frühe Eisengewinnung, Kupfergewinnung und Silbergewinnung im Harz. Die Siedlung lag in einer geschützten Lage an einem Bachlauf und war von einer Wiese umgeben, die bis heute unverändert bleibt. Die Ausgrabungen führten zur Gründung der Arbeitsstelle Montanarchäologie, die die Bodendenkmalpflege in ehemaligen Bergbaugebieten betreibt.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Archäologische Stätte, Wüstung
Ort
Osterode am Harz

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