Musée du Débarquement d'Arromanches
Das Musée du Débarquement in Arromanches-les-Bains ist das erste Museum, das zum Gedenken an den 6. Juni 1944 und die Schlacht um die Normandie gebaut wurde. Es entstand unmittelbar nach dem Krieg — schon 1945 trafen sich die Gemeinderäte der Landungsgemeinden regelmäßig, um den Wiederaufbau zu koordinieren. Es steht am Place du 6 Juin 1944, direkt an der Bucht, in der die Betonkaissons des künstlichen Hafens bis heute im Wasser liegen. Diese Aussicht gehört zum Museum. Erzählt wird die Vorbereitung und Durchführung der Operation Overlord: dreißig Divisionen, die nach Nordfrankreich gebracht werden sollten, nach einem Plan, den Churchill und Roosevelt im August 1943 auf der Konferenz von Québec billigten. Die Sammlung arbeitet mit Einzelstücken und den Menschen dahinter — die Uniformjacke des Kommandanten Philippe Kieffer, die Papiere des Korporals Maurice Chauvet, das grüne Barett des 1er BFMC, die FFI-Armbinde von Marcel Laborde, dazu britische Ausrüstung wie das Minensuchgerät Nr. 4, Fairbairn-Sykes-Dolche und ein Enfield-Revolver, deutsches Gerät und ein Stück der PLUTO-Treibstoffleitung. Für den Besuch sollte man ein bis zwei Stunden einplanen; geöffnet ist ganztägig, der letzte Einlass liegt am frühen Nachmittag. Am eindrucksvollsten ist der Ort bei Ebbe, wenn mehr von den Resten des Hafens freiliegt. Arromanches ist klein und zu Fuß zu erschließen; Longues-sur-Mer und Bayeux liegen wenige Kilometer entfernt.
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