Rotunde (Wien)

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Wien

Rotunde (Wien)

Die Rotunde war ein monumentaler Kuppelbau im Wiener Prater, der 1873 zur Weltausstellung entstand. Der von Carl Freiherr von Hasenauer entworfene Bau besaß mit 108 Metern Durchmesser die damals größte Kuppel der Welt und überragte selbst das Pantheon in Rom. Die Stahlkonstruktion mit ihrer 84 Meter hohen Kuppel ruhte auf 32 Säulen und war mit einer vergoldeten Kaiserkrone gekrönt, die als Symbol der Veranstaltung diente. Das Gebäude entwickelte sich nach der Ausstellung zum Wiener Wahrzeichen und beherbergte über Jahrzehnte bedeutende Veranstaltungen wie die Internationale Elektrische Ausstellung 1883 oder die Präsentation der ersten österreichischen Automobile 1898. Trotz anfänglicher Skepsis bei Architekten wurde die Rotunde bei Besuchern beliebt und diente als Lager, Messezentrum und Veranstaltungsort. Heute erinnert nur noch wenig an das Bauwerk. An seiner Stelle steht der Campus der Wirtschaftsuniversität Wien, während Straßen und Plätze wie die Rotundenbrücke oder der Rotundenplatz an den einstigen Kuppelbau erinnern. Einige Relikte wie eine Leuchte oder der Franz-Joseph-Brunnen, der sich heute im Grazer Stadtpark befindet, sind erhalten geblieben.

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