Lac de Gérardmer
Der Lac de Gérardmer liegt im Département Vosges auf 660 Metern Höhe unmittelbar am Ortsrand von Gérardmer, mitten im Vogesenmassiv. Er ist der größte natürliche See des Gebirges. Entstanden ist er während der Würm-Eiszeit: Ein Gletscher schürfte das Tal aus, seine Endmoräne staute anschließend das Wasser auf. Der See misst 2,2 Kilometer in der Länge und bis zu 750 Meter in der Breite, seine Fläche beträgt 115,5 Hektar. An der tiefsten Stelle reicht er 38,4 Meter hinab, das Volumen liegt bei 19,5 Millionen Kubikmetern, der Uferweg bei etwa 5,5 Kilometern. Gespeist wird er von mehreren Bächen aus den umliegenden Hängen; sein Abfluss, die Jamagne, mündet in die Vologne. Zugleich dient der See der Trinkwasserversorgung von Gérardmer. Rund um das Ufer liegen Badestellen, Bootsverleihe und Anleger; auf dem Wasser sind Ruder-, Tret- und Segelboote unterwegs, und der Rundweg lässt sich zu Fuß oder mit dem Rad zurücklegen. Die bewaldeten Hänge ringsum gehören zu den Wandergebieten der Hochvogesen, im Winter wird oberhalb des Ortes Ski gefahren. Eine wenig bekannte Hinterlassenschaft der Weltkriege liegt auf dem Grund: Zwischen 1977 und 1994 wurden in zwölf Räumaktionen 120 Tonnen versenkte Munition und Waffen geborgen, ein Rest liegt bis heute im See. Baden ist unter Auflagen und nur in den warmen Monaten möglich.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text.
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