Keltensiedlung Neubau
archäologische Stätte einer spätlatènezeitlichen Großsiedlung in der Ortschaft Neubau in Oberösterreich
Die Keltensiedlung Neubau war eine spätlatènezeitliche Großsiedlung in der Region um Traun und Hörsching in Oberösterreich. Sie liegt an der Wiener Bundesstraße B1, etwa einen Kilometer südöstlich des Flughafens Linz. Die Siedlung erstreckt sich auf einer Schotterterrasse, die vier Meter über der Traun liegt. Sie umfasst mindestens 15 Hektar und zählt zu den größten Flachlandsiedlungen der La-Tène-Kultur in Österreich. Die Siedlung war von zwei Höhensiedlungen und dem Oppidum von Gründberg umgeben. Die Siedlung wurde 1939 bei Bauarbeiten für den Flughafen entdeckt. Erste Ausgrabungen fanden 1955 durch Eduard Beninger statt, der die Bauweise der keltischen Häuser untersuchte. In den Jahren 2005–2006 und 2008 wurden archäologische Forschungen im Rahmen des B1-Ausbauvorhabens durchgeführt. Dabei wurden über 1.300 Funde der La-Tène-Kultur dokumentiert, darunter viele Grubenhäuser, Öfen und Brunnen. Im Siedlungsgebiet wurden zahlreiche Funde entdeckt, darunter Keramikbruchstücke, Tierknochen, Schmuck aus Bronze und Eisen sowie über 550 keltische Münzen – der größte Münzfund in Oberösterreich. Zudem wurden Gräberfelder der Urnenfelderkultur und Hockergräber aus der Endneolithikum gefunden. Die Ausgrabungen zeigten, dass Münzherstellung in der Region stattfand, obwohl keine lokale Produktion nachgewiesen werden konnte.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Traun
In der Nähe
- Fundzone Neubau38 m
- Ur- und frühgeschichtliche Fundzone Neubau396 m
- Jagdschloss Sachsenburg755 m
- Pfarrkirche Traun-Oedt1.1 km
- Bildstock1.2 km
- Fliegerhorst Vogler949 m
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