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Kastell Theilenhofen
römisches Militärlager in Bayern
Das Kastell Theilenhofen, ein römisches Militärlager, liegt nordwestlich des Dorfes Theilenhofen im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen in Bayern. Es war Teil des Obergermanisch-Raetischen Limes, einem UNESCO-Weltkulturerbe. Die Befestigung, vermutlich für 480 Infanteristen und 128 Reiter errichtet, stand am Rand eines Hochplateaus und hatte einen weiten Rundumblick. Die rätische Mauer liegt etwa 2,2 Kilometer entfernt. Die Anlage war für die Grenzsicherung strategisch wichtig und ermöglichte die Beobachtung von neun bis zehn Wachtürmen am Limes. Die Forschungsgeschichte des Kastells reicht bis ins 17. Jahrhundert zurück, als noch Überreste sichtbar waren. Erst im 18. Jahrhundert wurden die römischen Baureste abgebrochen, um Land für die Landwirtschaft zu bepflügen. 1879 begann Heinrich Eidam mit Grabungen, die zu einem besseren Verständnis führten. 1969/1970 wurde die Flurbereinigung durchgeführt, um die archäologischen Funde zu schützen und Forschung zu erleichtern. 2007 begann eine Magnetometerprospektion, die bis 2011 fortgesetzt wurde, um das Lagerdorf und die Umgebung zu erforschen. Das Kastell war ein rechteckiges Steinkastell mit vier Toren, darunter ein seltener „Nischentor“ an der Porta decumana. Es war mit einem Dreifachspitzgraben umgeben, und die Innenbebauung folgte einem Normschema. Die Principia, das Stabsgebäude, lag im Zentrum der Anlage. Die Grabungen zeigten, dass das Kastell abgebrannt wurde. Die Anlage umfasste auch ein Lagerdorf (Vicus) und ein Militärbad, das im 2. Jahrhundert n. Chr. entstand.
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- Art
- römisches Militärlager, Archäologische Stätte, Römisches Bauwerk
- Ort
- Theilenhofen
- Denkmalstatus
- Bodendenkmal
- Seehöhe
- 499 m
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