📷 Bild: Wikimedia Commons
Sacellum (Salzburg)
ehem. Universitätskirche in Salzburg
Das Sacellum ist eine kleine katholische Kirche im Herzen Salzburgs, an der Ecke von Hofstallgasse und Herbert-von-Karajan-Platz. Erbaut als erstes Gebäude der 1622 eröffneten Universität, ist es dem heiligen Karl Borromäus geweiht und trägt den Namen für einen „kleinen heiligen Ort“. Seine heutige Gestalt erhielt es durch Umbauten im 17. Jahrhundert, als es von Bruderschaften weiter ausgestaltet wurde. Der Weg lohnt sich wegen der einzigartigen Verbindung von Geschichte und Kunst. Bei der Grundsteinlegung 1618 durch Dompropst Paris von Lodron wurden römische Mauerreste und Münzen aus der Zeit Juvavums entdeckt. Die Innenausstattung zeigt barocke Pracht: Der Hochaltar aus Adneter und Untersberger Marmor stammt von den Brüdern Hagenauer, die Wandgemälde schuf Stephan Kessler, und die Deckenmedaillons greifen Vorlagen von Rubens und Veronese auf. Besonders ist auch die europaweit seltene Sitzgruft unter dem Kirchenboden, in der zwölf Professoren sitzend bestattet wurden. Vor Ort betritt man einen rechteckigen Raum mit Kreuzgratgewölbe, der durch eine Seitenkapelle und eine Sakristei ergänzt wird. Das Portal an der Hofstallgasse zeigt eine barocke Rahmung mit einer Madonna-Darstellung und einer Inschrift zur Geschichte des Gebäudes. Über dem Dach erhebt sich ein achtseitiger Dachreiter mit Spitzdach. Die Kirche dient heute noch für universitäre Gottesdienste und ist jeden zweiten Sonntag für öffentliche Messen geöffnet.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Kirchengebäude
- Ort
- Salzburg
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