Kastell Seligenstadt
archäologische Stätte in Deutschland
Das Kastell Seligenstadt war ein römisches Kastell der Mainlinie des Obergermanisch-Raetischen Limes, das sich im Stadtkern von Seligenstadt auf einer leichten Erhebung befindet. Es lag nördlich der Mainlinie und war von Westen leicht erreichbar. Die Anlage war Teil der römischen Grenze und umfasste ein großes Gebiet, das bis in die Altstadt reichte. Die Lage bot Schutz vor Hochwasser und war strategisch günstig. Das Kastell wurde ab 100 n. Chr. errichtet und bis um 260 n. Chr. genutzt. Es war von der cohors I civium Romanorum equitata besetzt, einer römischen Kohorte. Die Ausgrabungen zeigten Befunde wie Badegebäude, Ziegelstempel und Funde aus der Spätantike. Die Anlage war bis ins Spätantike besiedelt, wobei Alamannen nach der Aufgabe des Limes in der Region präsent waren. Die Grabungen brachten auch einen Münzschatz aus dem 2. Jahrhundert zum Vorschein. In der Altstadt von Seligenstadt gibt es Räume wie das Badegebäude mit Heiß- und Laubaderäumen sowie eine Portikus. Die Innenbebauung umfasste zwei kleine Räume und war Teil der Kastellstruktur. Um das Kastell herum erstreckte sich das zugehörige Kastelldorf, das bis in die Zeit des Limesfalls bestand. Gräberfelder lagen an den Ausfallstraßen, und die Römerstraßen verbanden das Kastell mit Brücken über den Main. Das Museum in der ehemaligen Benediktinerabtei zeigt Funde wie Ziegelstempel und den Weihestein.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- römisches Militärlager, Archäologische Stätte, Römisches Bauwerk
- Ort
- Seligenstadt
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
- Seehöhe
- 113 m
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