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Kanonissenstift Borghorst
Kirchengebäude in Deutschland
Das Stift Borghorst, heute Teil von Steinfurt, wurde im 10. Jahrhundert gegründet und war ein adeliges Damenstift. Es bestand bis 1811 und war von der Grafenfamilie Billung und dem sächsischen Kaiserhaus verwaltet. Die Gründungsurkunde aus dem 16. Jahrhundert wurde als Fälschung entlarvt, doch die Gründung in der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts wird anerkannt. Die Gründerin war Gräfin Bertha von Borghorst, die mit ihrer Tochter Hedwig ein Frauenkloster und eine Kirche errichtete. Das Stift war von der weltlichen Gerichtsbarkeit befreit und hatte eine hohe Unabhängigkeit. Otto I. und Otto II. sicherten seine Rechte, und es wurde von Bischof von Magdeburg beschützt. Die Äbtissin wurde von den Stiftsdamen gewählt und bestätigt. Das Stift war reich, besaß Güter in verschiedenen Regionen und hatte eine eigene Pfarrkirche. Die Stiftsdamen lebten in eigenen Häusern und konnten eigenes Vermögen besitzen. Im Stift lebten 14 Stiftsdamen und drei Stiftsherren. Die Äbtissin vergab Ämter und Rechte, und die Pröpstin war für die Verwaltung zuständig. Die Stiftsdamen trugen weltliche Kleidung und hatten keine Gelübde. Die Kirche wurde 1040 zur Pfarrkirche erhoben, und die Äbtissin hatte das Besetzungsrecht der Kanonikerstellen. Die Stiftsämter wurden von der Äbtissin bestimmt, und die Stiftsdamen konnten aus der Gemeinschaft ausscheiden.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Kirchengebäude, Kloster, religiöse Gemeinschaft
- Ort
- Steinfurt
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