Matthiasturm

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Matthiasturm

Turm in Bautzen

Der Matthiasturm ist ein Torturm in Bautzen und der Hauptzugang zur Ortenburg. Er wurde zwischen 1483 und 1486 errichtet und diente als Zugang zur Burg. Die heute rote Fassade des Mauerkranzes stammt aus einer späteren Ergänzung. Die Bezeichnung leitet sich vom Relief des ungarischen Königs Matthias Corvinus ab, das an der stadtseitigen Front des Turms zu finden ist. Ursprünglich war die Burg durch einen Graben von der Stadt getrennt, der erst im 18. Jahrhundert zugeschüttet wurde. Die St.-Georgs-Kapelle war ursprünglich eine Burgkapelle, die im 13. Jahrhundert von Bischof Bruno II. geweiht wurde. Sie wurde im zweiten Obergeschoss des Matthiasturms neu beherbergt und verfügt heute über zwei Spitzbogenfenster. Die Kapelle brannte mehrfach aus, zuletzt 1639. Der Raum ist begehbar, aber nicht restauriert. Die Decke wurde durch eine Balkendecke ersetzt, um den Zugang zum Dach zu ermöglichen. Die Kapelle verlor nach der Reformation ihre Bedeutung und wurde von dem Domstift St. Petri übernommen. Der Tor-Relief des Matthiasturms ist aus Sandstein und 9 Meter hoch. Es datiert aus dem Jahr 1486 und zeigt den ungarischen König Matthias Corvinus. Das Relief enthält elf heraldische Symbole und Wappen, darunter die von Böhmen, Mähren und der Steiermark. Die seitlichen Wappenfelder sind mit sieben Wappen gefüllt, darunter das Prinzenwappen von Sigismund Jagiello. Die Wappen sind in ihrer Anordnung und Ausführung Gegenstand von Diskussionen. Das Relief wurde mehrfach restauriert und 1992 ergänzt.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Turm
Ort
Bautzen
Adresse
Schloßgraben 21, 02625 Bautzen
Erbaut
1220
Denkmalstatus
Kulturdenkmal in Sachsen

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