Königliches Schauspielhaus

📷 Bild: Wikimedia Commons

TheaterBrandenburgPotsdamBezirk Potsdam

Königliches Schauspielhaus

ehemaliges Theater in Potsdam, Brandenburg

Das Königliche Schauspielhaus in Potsdam stand am Stadtkanal und wurde von Friedrich Wilhelm II. im frühen 19. Jahrhundert errichtet. Es war ein Immediatbau im frühklassizistischen Stil, der 1793 bis 1796 entstand. Das Gebäude war ursprünglich als Komödiensaal genutzt worden und wurde später durch Erweiterungen zum größeren Theater ausgebaut. Es bot Platz für etwa 700 Zuschauer und war eine zentrale Spielstätte für Potsdamer Theateraufführungen. Das Schauspielhaus war bekannt für seine Rolle in der deutschen Schauspielkultur. Unter Friedrich Wilhelm II. fanden wöchentlich Vorstellungen statt, die oft von berühmten Komponisten wie Mozart oder Reichardt geprägt waren. Das Haus wurde später von eigenem Ensemble und Direktoren wie Iffland und Delmar geleitet. In der NS-Zeit standen nationalsozialistische Stücke im Programm, und nach dem Krieg diente es als Ersatzspielstätte, bis es 1945 durch Artilleriebeschuss zerstört und 1966 abgetragen wurde. Nach der Zerstörung fand das Theater in verschiedenen Ersatzspielstätten fort, darunter ein Saalbau in der Kaiser-Wilhelm-Straße und die Tanzgaststätte „Zum Alten Fritz“. Die letzte Aufführung fand 1966 statt, als das Haus für die „8. Arbeiterfestspiele“ vorbereitet wurde. Die Ruine wurde abgetragen, um Platz für ein Hochhaus zu schaffen. Die ursprünglichen Bühnen und Ausstattungen wurden teilweise in Berlin aufbewahrt.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Theatergebäude
Ort
Potsdam

Mehr in dieser Region entdecken

Themen rund um Brandenburg

Alle Themen in Brandenburg →

In der Nähe

🗺 Tour aus diesen Spots erstellen → ← Alle Sehenswürdigkeiten in Brandenburg

QR-Code

QR 2caa6dc
2caa6dc