Gießgraben
Der Gießgraben ist ein Fluss in Niederösterreich, der sich ohne feste Quelle aus Regen speist und durch mehrere Orte fließt. Er entspringt unterhalb von Hohenwarth und durchquert dabei Großriedenthal, Ottenthal sowie mehrere Stockstall-Orte, bevor er im Tullnerfeld weiter Richtung Donau verläuft. Bei Trockenheit versiegt er, kann aber nach starken Niederschlägen stark anschwellen und sogar Hochwasser verursachen. Besonders im Sommer führt er kaum Wasser, doch bei Regen füllt er sich schnell und erreicht eine Länge von etwa 19 Kilometern. Kurz vor seiner Mündung in die Donau nimmt er die Schinderlahn auf und fließt in den Altarm Rondellenwasser, der später Krumpenwasser genannt wird. Seine Nebenflüsse Neudegggraben und Wiesengraben sind ebenfalls episodisch wasserführend. Der Fluss prägt das Landschaftsbild unterschiedlich: Im Oberlauf ist er kaum sichtbar, ab Ottenthal vertieft er sich zu einem deutlichen Graben und wird dort Gießgraben oder Krampugraben genannt. Ab Unterstockstall fließt er als Gießbach durch die flache Ebene des Tullnerfeldes. Bei einem Unwetter 1962 führte er zu schweren Überschwemmungen und Vermurungen in den Stockstall-Orten.
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