📷 Bild: Wikimedia Commons
Ottakringer Tempel
Der Ottakringer Tempel, auch Synagoge genannt, stand im 16. Wiener Gemeindebezirk Ottakring an der Hubergasse 8. Erbaut zwischen 1885 und 1886 nach Entwürfen des Architekten Ludwig Tischler, diente er der Israelitischen Kultusgemeinde Wien. Sein Standort lag auf einem rechteckigen Grundstück, das von zwei Wohnhäusern umgeben war. Die Synagoge bot Platz für 406 Männer im Hauptraum und 266 Frauen auf den Galerien. Ursprünglich für die Vorortgemeinden Ottakring, Neulerchenfeld und Hernals geplant, wurde sie 1890 nach der Eingemeindung Ottakrings von der Israelitischen Kultusgemeinde Wien übernommen. Ein Anbau von 1928, entworfen von Ignaz Reiser, ergänzte das Gebäude um eine Winterbetschule. Äußerlich im Renaissancestil gehalten, fiel der Bau durch hohe Eingangstüren und drei große Bogenfenster über dem Vorraum auf. Der Mittelrisalit mit dreieckigem Giebel und religiösen Symbolen wie Gesetzestafeln und Davidsternen kennzeichnete den religiösen Charakter. Heute ist von der Synagoge nur noch die Erinnerung geblieben, da sie 1938 zerstört und später abgerissen wurde.
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