📷 Bild: Wikimedia Commons
Maria Gugging
Maria Gugging liegt als Katastralgemeinde in Klosterneuburg, Niederösterreich, und wurde erst 1989 offiziell umbenannt – zuvor hieß der Ort schlicht Gugging. Die Geschichte reicht bis in die Jungsteinzeit zurück, doch erste gesicherte Spuren stammen aus der Römerzeit. Prägend war die Eröffnung der Niederösterreichischen Landesnervenklinik 1885, die später in ein modernes Forschungszentrum umgewandelt wurde. Die Wallfahrtskirche mit ihrer neugotisch-nazarenischen Architektur und die nachgebaute Lourdesgrotte von 1923 machen den Ort zu einem spirituellen Anziehungspunkt. Die ehemalige Irrenanstalt beherbergt heute das Art/Brut Center Gugging, ein Museum für Outsiderkunst, sowie das Institute of Science and Technology Austria. Die unter Denkmalschutz stehende Kapelle und die Lourdesgrotte zählen zu den bedeutendsten Zeugnissen der Geschichte. Ein Biomasseheizwerk versorgt seit 2008 Forschungseinrichtungen und umliegende Wohnbauten mit Energie. Die Gegend war einst ein dicht besiedelter Ort mit Ärzten, Handwerkern und zwei Hotels. Vor Ort prägen historische und moderne Bauten das Bild: Die Wallfahrtskirche mit ihrer Grotte, der denkmalgeschützte Pfarrhof und der Kindergarten stehen neben Neubauten des ISTA. Die ehemalige Anstaltskapelle und das Verwaltungsgebäude erinnern an die klinische Vergangenheit, während das Art/Brut Center zeitgenössische Kunst zeigt. Die Umgebung mit ihren religiösen Kleindenkmälern lädt zu Spaziergängen ein.
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