📷 Bild: Wikimedia Commons
Riesenstein
Megalith beim Felsberger Stadtteil Wolfershausen in Hessen
Der Riesenstein von Wolfershausen ist ein Menhir am nördlichen Ufer der Eder, in der Nähe des Felsberger Stadtteils Wolfershausen im Schwalm-Eder-Kreis. Er zählt zu den größten Menhiren im Kasseler-Fritzlarer Raum und steht als Naturdenkmal unter Schutz. Der Stein hat eine Höhe von vier Metern und eine Breite von vier Metern, ist ein Meter dick und wiegt etwa 25 Tonnen. Sein Alter beträgt 65 Millionen Jahre, und er entstand am Ende der Kreidezeit. Der Menhir wurde im 3. Jahrtausend v. Chr. von einer bäuerlichen Gruppe der Jungsteinzeit als Kultplatz genutzt. An seinem Fuß wurden menschliche Knochenreste aus dem Neolithikum gefunden. Im Mittelalter wurde dem Stein heilende und fruchtbarkeitsfördernde Eigenschaften zugesprochen. 1615 wurde er erstmals als Großer Stein erwähnt. Die Sage erzählt von einem Riesen namens Lothar, der den Stein als Waffe gegen einen anderen Riesen namens Kunibert warf. Der Riesenstein liegt in der Umgebung, die von vulkanischen Aschen, Lapilli und Quarzitblöcken übersät ist. Seine Nähe zu diesen Gesteinsformationen deutet darauf hin, dass er nicht über weite Strecken transportiert wurde, sondern direkt an seinem jetzigen Ort entstand. Umgebung und Ausblick sind geprägt von der Eder und den umliegenden Feldern. Die Sage des Steinwurfs verbindet den Menhir mit der Geschichte der Region.
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- Art
- Megalith, Archäologische Stätte, Naturdenkmal in Deutschland
- Ort
- Schwalm-Eder-Kreis
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
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