niederoesterreich

Baumwipfelweg Tulln

Der Baumwipfelweg ist die auffälligste Konstruktion in der Garten Tulln, einem 52 Hektar großen Gartengelände westlich von Tulln an der Donau zwischen Messegelände und Rosenbrücke. Der Steg führt in 30 Metern Höhe durch die Kronen des Auwalds; wer nicht steigen will, nimmt den Aufzug. Von oben ist zu sehen, wie die Anlage aufgebaut ist: rund sieben Hektar Schaugärten, daneben 45 Hektar renaturierter Augewald mit Wegen. Die Garten Tulln entstand als Landesgartenschau und wurde im April 2008 eröffnet – nach eigener Darstellung die erste ökologisch geführte Landesgartenschau Europas. Sie blieb danach als Dauereinrichtung bestehen. Angelegt wurde alles nach den Kriterien der niederösterreichischen Aktion „Natur im Garten", die 1999 formuliert wurden: kein Torf, kein chemisch-synthetischer Dünger, keine Pestizide. Das Projekt kostete 23 Millionen Euro, doppelt so viel wie ursprünglich veranschlagt; im Juli 2021 wurde der drei Millionste Besucher gezählt. Vor Ort erwarten Besucher rund 60 Schau- und Mustergärten, in denen über 27.000 Stauden, 3.500 Sträucher sowie 6.000 Sumpf- und Wasserpflanzen stehen – gedacht als Ideensammlung zum Nachmachen im eigenen Garten. Dazu kommen Abenteuerspielplatz und Wasserfontänen. Für einen Rundgang durch Schaugärten und Baumwipfelweg sollte man mehrere Stunden einplanen. Geöffnet ist in der Gartensaison; die Anlage ist zugleich Forschungsstandort und arbeitet mit drei akademischen Einrichtungen zusammen.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text.

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