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Spätrömisch-frühmittelalterlicher Siedlungshügel
Denkmalgeschütztes Objekt in Lavant (3135)
Der Lavanter Kirchbichl ist ein spätrömisch-frühmittelalterlicher Siedlungshügel in der Gemeinde Lavant, Bezirk Lienz, Tirol. Er steht unter Denkmalschutz und ist als Nachfolgesiedlung von Aguntum bekannt. Die Anlage wurde im späten Römischen Reich und im frühen Mittelalter genutzt und zeigt Zeugnisse von römischen Grabsteinen sowie spätantiker und mittelalterlicher Bauweise. Die Wehranlage am Kirchbichl umfasst einen von zwei Türmen flankierten Torbau, eine doppelte Wehrmauer und Wohnbauten. Die spätantike Erbauung ist durch Kleinfunde belegt. Die Anlage wurde mehrfach urkundlich als oppidum erwähnt und ist Teil der Wehrordnung der Grafen von Görz aus dem Jahr 1444. Im Kirchenbau sind Spolien antiker Bauten vermauert, und vier Hauptbauphasen sind durch Kapitellen und Blütenpfeilerreliefs erkennbar. Die Saalkirche mit Rundapsis wurde im 5. Jahrhundert umgebaut, und eine Notkirche wurde nach einem Felssturz im 7. Jahrhundert errichtet. Die heutige Pfarrkirche Lavant wird unter Papst Leo IV. (847–855) geweiht.
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- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Lavant
- Adresse
- Kirchbichl
- Denkmalstatus
- Denkmalgeschütztes Objekt in Österreich
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