📷 Bild: Wikimedia Commons
Kartause Valdice
Gefängnis in Tschechien
Die Kartause Valdice ist ein ehemaliger Kartuziärkloster mit dem Klosterkirchenheiligen Mariä Aufnahme. Sie liegt im Ort Valdice bei Jičín und zählt zu den bedeutendsten Bauwerken des frühen italienischen Barocks in den Tschechischen Ländern sowie zu den bekanntesten barocken Bauten des Bezirks Jičín. Seit der Hälfte des 19. Jahrhunderts dient der Komplex als Gefängnis. Die Kartause wurde im 17. Jahrhundert von italienischen Baumeistern unter der Leitung von Andrey Spezzy errichtet. Der Bau begann 1630 und wurde bis 1655 fertiggestellt. Der Kirchenkomplex ist symmetrisch angeordnet und umfasst einen dreilobigen Basilikakirche mit drei Paaren von Seitenkapellen. Innen sind Reste von Altären und einer Predigerbank aus dem 17. Jahrhundert erhalten. Vor dem Kloster steht ein 1698 errichteter Sankt-Johannes-Neumuck-Statue. Die ehemalige Kartause ist heute ein Gefängnis und gilt als eines der sichersten in der Tschechischen Republik. Sie beherbergt schwere Straftäter und war in der Zeit des Kommunismus auch ein Ort für politische Gefangene. Bekannte Namen wie Bohumil Boček oder Antonín Zgarbík sind hier verknüpft. Die ehemaligen Klostergebäude wurden im 19. Jahrhundert zur Gefängnisstruktur umgebaut.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Kloster, religiöse Gemeinschaft, Kartause
- Ort
- Valdice
- Erbaut
- 1700
- Architekt
- Nicolò Sebregondi
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Tschechien
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