📷 Bild: Wikimedia Commons
Chalabre
französische Gemeinde im Département Aude
Chalabre liegt im Pyrenäenvorland, im kleinen Landstrich des Quercorb, in einer Höhe von etwa 380 Metern. Der Ort befindet sich im Tal des Hers-Vif, in dem zwei rechte Nebenflüsse, der Blau und der Chalabreil, münden. Von Carcassonne aus ist der Ort etwa 55 Kilometer in südwestlicher Richtung entfernt, und die nächstgrößere Stadt Foix liegt etwa 46 Kilometer westlich. Die Gemeinde gehört zum Département Aude in der Region Okzitanien. Chalabre wurde im 12. Jahrhundert von der Familie Trencavel besessen, die im Raum Toulouse und Foix großen Einfluss hatte. Nach der Eroberung durch Simon de Montfort wurde das Gebiet an Thomas Pons de Bruyères vergeben, dessen Nachfahren sich als Herren, Barone oder Marquis bezeichneten. Das Zentrum des Ortes wurde nach einer Flutkatastrophe im Jahr 1279 in der Art einer Bastide neu gestaltet. Die Bewohner selbst bauten die Stadt ohne typische Arkadenhäuser und umgaben sie mit einer Stadtmauer. Das Schloss Chalabre ist ein Komplex mit Bauteilen aus dem 13., 15. und 18. Jahrhundert. Der spätgotische Wohnturm mit runden Scharwachttürmen und Kreuzstockfenstern ist besonders imposant. Die Pfarrkirche Saint-Pierre hat nur noch einen oktogonalen Glockenturm mit Spitzhelm. Die Markthalle im Ortszentrum stammt aus dem 19. Jahrhundert und besitzt einen aufwendigen hölzernen Dachstuhl. Ein See im Norden des Ortes lädt zu Spaziergängen ein.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Gemeinde in Frankreich
- Ort
- Département Aude
- Seehöhe
- 646 m
- Website
- http://www.chalabre.fr
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