📷 Bild: Wikimedia Commons
Via Domitia
Römerstraße in Gallien
Die älteste Römerstraße auf gallischem Boden trägt den Namen des Mannes, der sie in Auftrag gab: Der Prokonsul Gnaeus Domitius Ahenobarbus ließ sie wahrscheinlich zwischen 122 und 118 v. Chr. anlegen. Sie stellte die Landverbindung zwischen Italien und Spanien her und lief dabei quer durch den Süden des heutigen Frankreich. Ihr Weg führte über die Alpen am Col de Montgenèvre in 1850 Metern Höhe, dann durch das Tal der Durance, bei Beaucaire über die Rhône und schließlich der Mittelmeerküste entlang bis an die Pyrenäen. Wo der Untergrund es zuließ, verlief sie beinahe schnurgerade. Innerorts lag sie als Kopfsteinpflaster, außerhalb als gestampfte Erde über Lagen aus Kies und Schotter. In die Städte trat sie meist durch ein Tor oder einen Triumphbogen ein, wie in Nîmes durch die Porte d'Auguste. Im Jahr 118 v. Chr. entstand an ihr die Colonia Narbo Martius, das heutige Narbonne, von wo die Via Aquitania über Toulouse und Bordeaux Richtung Atlantik ausging. Die Stationen der Strecke sind bis heute Städtenamen: Susa, Briançon, Gap, Embrun, Sisteron, Apt, Cavaillon, dann der Rhoneübergang bei Tarascon und Beaucaire, weiter über Nîmes und Béziers bis Narbonne. Auch mehrere Flussübergänge stehen noch: der Pont Julien bei Bonnieux im Vaucluse, der Pont Ambroix an der Grenze zwischen Gard und Hérault, die Römerbrücke von Saint-Thibéry sowie in Narbonne der Übergang über die Aude, der heute Pont des Marchands heißt. Wer auf der Via Tolosana pilgert, der südlichsten Route des Jakobsweges, folgt über weite Abschnitte derselben Trasse.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Römisches Bauwerk, Römerstraße
- Ort
- Redessan
- Adresse
- chemin Romain
- Denkmalstatus
- eingetragenes historisches Denkmal
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