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Svätý Anton
Gemeinde in der Slowakei
Svätý Anton ist eine Gemeinde in der Mittelslowakei, die sich in den Schemnitzer Bergen befindet. Sie liegt etwa sechs Kilometer südlich von Banská Štiavnica. Die Gemeinde wurde erstmals 1266 als Scentantollo erwähnt und ist vor allem für ihr spätbarock-klassizistisches Schloss mit englischem Park aus dem 18. Jahrhundert bekannt. Das Schloss war ursprünglich Teil des Herrenguts Sitno, das ab 1629 von der Familie Koháry besessen wurde. Die heutige vierflügelige Anlage entstand zwischen 1744 und 1750. Seit 1829 gehörte es der Familie Sachsen-Coburg-Koháry. Ferdinand von Sachsen-Coburg-Gotha, Gründer der bulgarischen Herrscherdynastie, lebte ab 1908 mit dem Titel „Zar“ und wohnte in Svätý Anton. Sein Arbeitszimmer mit einem besonderen Tisch und Zeichnungen zur Botanik befindet sich im Schloss. Im Schloss ist ein Arbeitszimmer des bulgarischen Zaren Ferdinand I. untergebracht, das einen außergewöhnlichen Tisch aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts enthält. Die Tischplatte trägt Zeichnungen und Bemerkungen des Zaren zur Botanik. Die älteste Zeichnung stammt aus 1877, die erste Bemerkung wurde 1934 notiert. Ferdinand lebte ab 1941 überwiegend in Svätý Anton und verließ die Slowakei 1944. Das Schloss wurde 1958 zum Nationalkulturdenkmal erklärt.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Gemeinde in der Slowakei
- Ort
- Okres Banská Štiavnica
- Erbaut
- 1266
- Seehöhe
- 435 m
- Website
- https://www.svatyanton.sk/
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