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Schloss Türnich
Schloss in Deutschland
Schloss Türnich ist eine spätbarocke Schlossanlage im Stadtteil Türnich der Stadt Kerpen im Rhein-Erft-Kreis. Es liegt in den Erftauen am Rande des renaturierten Braunkohletagebaus Frechen und wurde seit dem 19. Jahrhundert von der Familie von und zu Hoensbroech besessen. Die Anlage entstand aus einer langen Kette von Wasserburgen und wurde im 18. Jahrhundert durch Carl Ludwig Anton von Rolshausen in ein spätbarockes Schloss umgebaut. Die Schlossanlage zählt zu den bedeutendsten Barockschlössern des Rheinlandes und ist eines der letzten vollständig erhaltenen Bauensembles dieser Epoche. Sie umfasst Herrenhaus, Vorburg, Schlosskapelle, Torbau, Barockgarten und Schlosspark. Die Schlosskapelle wurde 1894 eingeweiht und erhielt eine Innengestaltung im byzantinisch-romanischen Stil. Der Landschaftsgarten wurde 1795 erweitert und bis 1880 umgestaltet. Besucher können sich im Schlosspark und im Barockgarten umsehen, der bis heute weitgehend erhalten ist. Der Landschaftsgarten ist kostenlos zugänglich und bietet Ausblicke auf die umliegende Landschaft. Die Schlosskapelle und die Vorburg sind Teil der Anlage, die durch die Eigentümerfamilie in den letzten Jahrzehnten schrittweise restauriert wird. Die Bausubstanz wurde durch Kriegsschäden und Grundwasserabsenkung stark beeinträchtigt, was zu Sanierungsmaßnahmen führte.
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- Art
- Schloss
- Ort
- Kerpen
- Denkmalstatus
- Baudenkmal in Nordrhein-Westfalen
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