Normandie

Église Sainte-Radegonde de Giverny

Die Église Sainte-Radegonde steht an der Rue Claude Monet in Giverny, am oberen Ende des Dorfs, und ist deutlich älter als der Ruhm, der den Ort heute trägt. Ihre Ursprünge sind romanisch: Im Kirchenschiff hat sich ein kleines rundbogiges Fenster aus dieser Zeit erhalten, der Chor schließt mit einer gewölbten Apsis. Der übrige Bau stammt aus dem 15. Jahrhundert. Trotz ihrer bescheidenen Größe bewahrt die Kirche eine ganze Reihe bemerkenswerter Ausstattungsstücke. Dazu gehören Steinskulpturen mehrerer Heiliger – Radegonde selbst, dazu Rochus, Quentin und Ludwig von Anjou – sowie eine Madonna mit Kind aus dem 15. Jahrhundert. Erhalten sind außerdem Fragmente polychromer Glasfenster aus dem 16. Jahrhundert und Reste von Wandmalerei. Es ist die Art von Dorfkirche, die man an einem gewöhnlichen Ort übersehen würde und die hier nur deshalb Besucher findet, weil sie am Weg liegt. Genau das macht sie zu einem guten Kontrapunkt zum Rest von Giverny: Wer von den Gärten Monets kommt, findet hier einen stillen Raum ohne Andrang. Auf dem angrenzenden Friedhof liegt das Grab Claude Monets, der die letzten Jahrzehnte seines Lebens im Dorf verbrachte. Die Kirche ist tagsüber geöffnet und frei zugänglich, Führungen sind möglich; die Erläuterungen erfolgen auf Französisch. Ein Besuch dauert selten länger als eine Viertelstunde und lässt sich unterwegs einschieben.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text.

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