📷 Bild: Wikimedia Commons
Dötlinger Steingrab
Großsteingrab in Deutschland
Das Dötlinger Steingrab ist ein neolithisches Ganggrab der Trichterbecherkultur, das sich in der Ortsmitte von Dötlingen befindet. Es liegt an der Straße „Am Steingrab“ und trägt auch den Namen „Großsteingrab am Schießstand“ aufgrund der nahen Schießanlage. Die Anlage entstand zwischen 3500 und 2800 v. Chr. und ist Teil der Sprockhoff-Nr. 944. Die 18 Meter lange Kammer ist in ost-westlicher Richtung ausgerichtet und gilt als die größte der Nordischen Megalitharchitektur. Die Grabung von 1956 und 1958 ergab umfangreiche Funde, darunter Schmuckstücke, Gefäße und Feuersteingeräte. Die Anlage wurde restauriert, sodass die typische Ausgestaltung eines Hünengrabes sichtbar ist. Die Kammer ist mit Trockenmauerwerk aus Sandsteinplatten und Erde gefüllt, und der Boden ist mit Feldsteinen gepflastert. Die Anlage ist nur zu zwei Dritteln erhalten, da im 20. Jahrhundert Steine für eine Schießbahn und die Dötlinger Kirche entfernt wurden. Die Anlage bietet einen Blick auf die Megalitharchitektur der Trichterbecherkultur. Die Grabkammer ist etwa 2,20 Meter breit und liegt im Ortskern von Dötlingen. Die Restaurierung ermöglicht einen Einblick in die Bauweise und die Ausstattung der Grabstätte. Die Anlage ist umgeben von der Landschaft des Emslandes und liegt an der Straße der Megalithkultur. Die Kombination aus historischer Bedeutung und archäologischer Ausstattung macht das Dötlinger Steingrab zu einem sehenswerten Ort.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Dolmen, Archäologische Stätte, Großsteingrab
- Ort
- Dötlingen
- Denkmalstatus
- Baudenkmal in Niedersachsen
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