Glashütte Gifhorn
ehemalige Glashütte in Niedersachsen (1873–1960)
Die Glashütte Gifhorn war eine Glasfabrik in der niedersächsischen Stadt Gifhorn. Sie wurde 1873 gegründet und bis 1960 in Betrieb. Die Hütte war Teil der Glashüttenindustrie im Großen Moor und war von 1878 bis 1960 unter dem Namen Glashüttenwerke W. Limberg und Co. bekannt. Sie produzierte vor allem Hohlglas und war in der Region ein bedeutender Arbeitgeber mit bis zu 400 Beschäftigten. Die Glashütte erreichte ihren Höhepunkt in den 1920er und 1930er Jahren, als sie 400 Arbeiter beschäftigte und bis zu 70.000 Gläser täglich produzierte. Sie exportierte Glasprodukte in viele Länder und war für ihre Tropfflaschen bekannt, die mit Patenten geschützt waren. Die Hütte war auch in der Zeit des Zweiten Weltkrieges tätig und fertigte Glasteile für die Glasmine 43. Besucher können heute noch Reste der Glashütte auf dem Gelände erkunden. Die Limberg-Villa ist das einzige bauliche Überbleibsel. Zudem wurden bei Baumaßnahmen Glasfunde entdeckt, darunter Tintenfässer und Altglas aus anderen Hütten. Das Gelände wurde später zu einem Einkaufszentrum umgebaut, wobei Teile der historischen Strukturen beseitigt wurden.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Archäologische Stätte, Glashütte
- Ort
- Gifhorn
- Erbaut
- 1873
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