📷 Bild: Wikimedia Commons
Mühlviertel
Das Mühlviertel ist der nördlich der Donau gelegene Teil Oberösterreichs und gehört zum Granit- und Gneishochland. Es wird von den Flüssen Große Mühl, Kleine Mühl und Steinerne Mühl durchzogen und ist mit 3080 Quadratkilometern das zweitgrößte der vier historischen Viertel des Bundeslandes. Im Westen grenzt es an Bayern, im Norden an Südböhmen und im Osten an Niederösterreich. Der höchste Punkt ist der Plöckenstein mit 1378 Metern im Böhmerwald, während die tiefste Stelle bei 228 Metern in St. Nikola an der Donau liegt. Besonderheiten sind die naturbelassenen Fließgewässer, Bürstlingswiesen und Felsformationen wie die Wollsackverwitterung. Seltene Tierarten wie Fischotter und Luchse finden hier Lebensraum. Die Landschaft wird durch Flusstäler wie das Mühltal und die Feldaistsenke in verschiedene Waldregionen unterteilt. Historisch geprägt ist das Gebiet durch frühmittelalterliche slawische Spuren und bajuwarische Rodungen, erkennbar an Ortsnamen wie Freistadt oder Hütting. Vor Ort bieten sich Wanderungen durch die granitenen Hügellandschaften an, etwa entlang des Haselgrabens, der das Mühlviertel in einen oberen und unteren Teil teilt. Die Flusstäler laden zu Ausflügen ein, während Moore und Moore wie das Ibmer Moor seltene Pflanzen wie den Böhmischen Enzian beherbergen. Die geologische Vielfalt zeigt sich in bizarren Felsformationen und tiefen Tälern, die das Bild dieser Region prägen.
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