📷 Bild: Wikimedia Commons
Hallstätter Gletscher
Der Hallstätter Gletscher ist der größte Gletscher im Dachsteinmassiv und liegt in Oberösterreich. Er erstreckt sich vom nördlichen Fuß des Dachsteingipfels bis zu den Eisseen unterhalb der auf 2205 Metern gelegenen Simonyhütte. Im Osten wird er vom Hohen Gjaidstein begrenzt, im Westen endet er am Schöberl, während die Ostflanke des Hohen Kreuzes ihn nach oben hin abschließt. Im oberen Bereich umfließt er den markanten Eisstein, im Süden grenzt er an den Hunerkogel und die Dirndln. Der Gletscher ist ein typischer Karstgletscher ohne oberirdischen Abfluss, dessen Schmelzwasser über unterirdische Höhlen abfließt und erst am Waldbachursprung wieder zutage tritt. Er speist über den Waldbach den Hallstätter See und damit die Traun. Seine Geschichte reicht bis zur Würm-Eiszeit zurück, als er Teil eines großen Eisstromnetzes war. Später zog er sich auf das Plateau „Am Stein“ zurück, bevor er während der Kleinen Eiszeit um 1600 erneut vorstieß und 1856 seine größte Ausdehnung erreichte. Seitdem zieht er sich zurück, wie Messungen zeigen, die auch auf frühere Vorstöße um 1920 hinweisen. Vor Ort bietet der Gletscher Einblicke in glaziale Formen wie Moränen und Karsttische, die durch Gletschertische entstanden sind. Die Simonyhütte dient als Ausgangspunkt für Erkundungen. Die Umgebung mit den Eisseen und dem Dachsteingipfel prägt das Landschaftsbild. Wanderwege führen durch das Gebiet, das von den Spuren ehemaliger Gletscherbewegungen und unterirdischen Wasserläufen geprägt ist.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
In der Nähe
- Oberer Eisstein327 m
- Niederer Dachstein387 m
- Unterer Eisstein408 m
- Salzkammergut and Upper Austria Alps582 m
- Dachstein647 m
- Hohes Dirndl913 m
QR-Code