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Siebenkapellenkirche
Kapelle in Innsbruck (39172)
Die Siebenkapellenkirche, auch Heiliggrabkirche oder Siebenkreuzkapelle genannt, ist ein profaniertes Kirchengebäude im Innsbrucker Stadtteil Dreiheiligen-Schlachthof. Sie steht auf einem trapezförmigen Grundriss und ist im Übergang vom Früh- zum Hochbarock gestaltet. Die Kirche wurde 1583–1584 von Erzherzog Ferdinand II. errichtet und 1670 durch ein Erdbeben beschädigt. Nach einer Neubauzeit wurde sie 1786 im Zuge der Säkularisation profaniert und bis 1988 als Lager genutzt. Die Kirche ist bekannt für ihre Raumkonzeption, die den Kreuzweg als Stationen darstellt und durch den trapezförmigen Grundriss und ein abfallendes Gewölbe perspektivisch wirkt. Die Fresken von Gabriel Kessler sind nicht mehr erhalten. Der Innenraum führt mit den Kapellen zur Mitte der Anlage, dem Heiligen Grab. Die Fassade ist durch Pilaster in römisch-dorischer Ordnung gegliedert. Die Kirche wurde 1998–2000 außen saniert, bleibt aber leer und wird nur gelegentlich für kulturelle Veranstaltungen genutzt. Die Nutzung der Kirche ist bislang unklar. Sie wird seit den 1920er Jahren diskutiert, insbesondere nach der Räumung durch die Post 1988. Pläne zur Nutzung als Außenstelle des Mozarteums oder für naturkundliche Sammlungen wurden nicht realisiert. Die serbisch-orthodoxe Gemeinde interessierte sich für eine Wiederbelebung als Kirche, doch das Gebäude bleibt bislang leer. Die Kirche ist denkmalgeschützt und im Besitz der Republik Österreich.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Kapelle, Kirchengebäude
- Ort
- Innsbruck
- Adresse
- Kapuzinergasse 39
- Denkmalstatus
- Denkmalgeschütztes Objekt in Österreich
In der Nähe
- Objekt 5 (Lagerschuppen, Farbe-Lacke-Hilfsstoffe-Gebäude)35 m
- Umfassungsmauer42 m
- Objekt 9 (Lagerschuppen, Holzlagergebäude)50 m
- Lager, Lagergebäude bzw. Teil der Umfassungsmauer58 m
- Kruzifix133 m
- Zeughaus114 m
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