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Bartholomäuskirche
Kirchengebäude in Erfurt
Die Bartholomäuskirche war eine Kirche in der Altstadt von Erfurt, am westlichen Anger gelegen. Heute ist nur der Turm, der Bartholomäusturm, erhalten geblieben. Die Kirche wurde erstmals 1282 urkundlich erwähnt und 1291 durch einen Brand zerstört, wurde aber wieder aufgebaut. Der Turm wurde zwischen 1411 und 1448 errichtet. 1511 bekam die Kirche eine neue Orgel, und nach der Reformation 1525 wurde sie der evangelischen Gemeinde der Barfüßerkirche zugeordnet. 1660 brannte die Kirche erneut aus, doch der Turm blieb unbeschädigt. 1715 wurde das Kirchenschiff abgerissen, und an seiner Stelle ein Pfarr- und Diakonatshaus errichtet. Der Bartholomäusturm ist 35 Meter hoch und beherbergt ein Carillon. Das Ensemble aus 60 Bronzeglocken wurde 1979 eingebaut und ist heute das fünftgrößte der 42 Glockenspiele in Deutschland. Die Glocken wiegen insgesamt 13 Tonnen und 570 kg, wobei die größte 2.393 kg und die kleinste 20 kg wiegt. Das Carillon erklingt täglich dreimal automatisch und wird zu besonderen Anlässen von einem Carilloneur gespielt. Die Glocken wurden 1992 überarbeitet und mit einer computergesteuerten Spielautomatik ausgestattet. Der Turm gehört seit 1972 den Erfurter Museen und ist heute Teil des Stadtmuseums. Der Turmhelm wurde 1992 rekonstruiert und 1945 durch Kriegsschäden beschädigt. Die Kriegsschäden wurden bis 1950 beseitigt, wobei der Spitzhelm durch ein Flachdach ersetzt wurde. Der Turm wurde bis 1942 als Glockenturm der Barfüßerkirche genutzt.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Turm
- Ort
- Erfurt
- Baustil
- Gotische Architektur
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Thüringen
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