Burgus Asperden

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Burgus Asperden

archäologische Stätte in Deutschland

Der Burgus Asperden ist eine spätrömische Kleinfestung bei Asperden, einem Stadtteil von Goch am Niederrhein. Er liegt etwa halbwegs zwischen Asperden und Kessel, auf der rechten Niersseite und am südlichen Rand des Reichswaldes. Die Anlage war vermutlich für die Sicherung einer Nebenstraße zuständig, die das Hinterland an die römische Rheintalstraße anschloss. Sie diente möglicherweise auch als Kornspeicher. Heute sind keine oberirdischen Reste mehr zu sehen, da Steinraub und Kriegsfolgen den Bauwerk zerstört haben. Der Burgus wurde im 4. Jahrhundert errichtet und stand vermutlich im Kontext der valentinianischen Bemühungen, die germanische Stämme abzuwehren. 76 Münzen, davon 70 aus der Zeit nach 367, belegen diese Datierung. Spätestens nach dem Frankeneinfall im Jahr 413 wurde die Anlage aufgegeben. Im Jahr 1964 bis 1965 wurde sie systematisch untersucht, wodurch klar wurde, dass es sich um einen spätrömischen Burgus handelt. 2006 und 2007 wurden erneut Grabungen durchgeführt, um die Lage der Anlage genauer zu ermitteln. Die Anlage umfasst einen zentralen, quadratischen Innenturm mit 15,6 Metern Seitenlänge und eine Ringmauer, die 40 m mal 40 m groß war. Sie war mit sieben Türmen verstärkt und durch Graben gesichert. Ein Glasofen zur Glasherstellung wurde ebenfalls entdeckt, der bis ins frühe 5. Jahrhundert in Betrieb war. Die Glasfunde ermöglichen eine präzise Datierung. Die Anlage ist als Bodendenkmal geschützt, und Funde müssen an die Denkmalbehörden gemeldet werden.

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Art
Burgus, Archäologische Stätte
Ort
Goch
Denkmalstatus
Kulturdenkmal in Deutschland

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