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Weilmünster
hessische Gemeinde und Marktflecken im Landkreis Limburg-Weilburg
Weilmünster ist ein Marktflecken im Landkreis Limburg-Weilburg, Hessen. Der Ort liegt am Nordhang des Taunus im Tal der Weil, einem Nebenfluss der Lahn. Nachbargemeinden sind Weilburg, Braunfels, Waldsolms, Grävenwiesbach, Selters, Villmar und Weinbach. Der Kernort Weilmünster ist der größte Ortsteil und ein Zentrum für Handel und Medizin. Die Gemeinde besteht aus elf Ortsteilen, darunter Audenschmiede, Aulenhausen und Wolfenhausen. Weilmünster hat eine reiche Geschichte, die bis ins 12. Jahrhundert zurückreicht. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte 1217. Im 16. Jahrhundert entstand ein regelmäßiger Markt, und 1601 wurde eine Hütte mit Hochofen errichtet. Die Industrialisierung begann früh, mit einer Waldschmiede in Audenschmiede 1421 und einer Silbergrube in Mehlbach 1495. Die Gemeinde war auch Schauplatz des Weilmünsterer Bauernaufstands im 16. Jahrhundert, der sich um die Nutzung des Waldes drehte. 1937–1945 war die Landesheil- und Pflegeanstalt Weilmünster ein Ort der NS-„Euthanasie“ mit über 3000 Toten. In Weilmünster gibt es mehrere Räume und Wege, die die Geschichte und Kultur widerspiegeln. Die evangelische Kirche mit Wehrturm aus dem 13. Jahrhundert und die Landesheil- und Pflegeanstalt, die heute ein Gedenkbuch für die NS-Opfer trägt, sind wichtige Sehenswürdigkeiten. Die Ortschaften umgeben den Kernort mit ländlichem Charakter. Die Landschaft umfasst den Taunus, die Weil und die Lahn, mit Ausblicken auf die umliegenden Städte wie Wetzlar und Limburg an der Lahn.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Flecken, Gemeinde in Deutschland ohne Stadtrecht
- Ort
- Landkreis Limburg-Weilburg
- Seehöhe
- 221 m
- Website
- https://www.weilmuenster.de/
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