📷 Bild: Wikimedia Commons
KZ-Außenlager Redl-Zipf
Das ehemalige KZ-Außenlager Redl-Zipf liegt in Oberösterreich auf dem Gebiet der Gemeinde Neukirchen an der Vöckla, nahe der Westbahnstrecke. Es entstand 1943 in den Bierkellern der Brauerei Zipf, die wegen ihrer bombensicheren Stollen ausgewählt wurden. Der Deckname „Schlier“ leitete sich von einem nahegelegenen Mergelvorkommen ab, während die eigentliche Tarnfirma ihren Sitz in Attnang-Puchheim hatte. Das Lager diente der Produktion von V2-Triebwerken und beherbergte bis zu 2300 Häftlinge aus mehreren europäischen Ländern. Unter ihnen arbeiteten auch Wissenschaftler und Ingenieure, während SS und Wehrmacht die Bewachung übernahmen. In den Anlagen wurden Flüssigsauerstoff für die Raketentests erzeugt und Triebwerke geprüft, bis Explosionen den Betrieb unterbrachen. Später wurden hier auch Geldfälscher der Aktion Bernhard untergebracht. Heute ist das Gelände eine Wiese, auf der ein Gedenkstein an die Geschichte erinnert. Teile der Anlage wie der Trafobunker sind noch erhalten und zugänglich, während die Stollen nur bei Führungen betreten werden können. Ein Denkmal steht zudem bei der Pfarrkirche in Zipf.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
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