Kastell Ala Nova
Das Kastell Ala Nova war ein römisches Reiterkastell im heutigen Schwechat, Niederösterreich, etwa zehn Kilometer östlich von Wien. Es lag auf dem Gebiet des heutigen Alanovaplatzes, des Friedhofs und eines Brauereigeländes im Stadtteil Klein-Schwechat. Das Kastell sicherte als Teil des oberpannonischen Limes die weite Ebene zwischen den römischen Standorten Vindobona und Carnuntum entlang der Donau. Seine strategische Lage ermöglichte schnelle militärische Einsätze in der flachen Landschaft. Der Name Ala Nova bedeutet „neu aufgestellte Reiterabteilung“ und verweist auf die dort stationierte Reitereinheit. Das Kastell wurde vermutlich Ende des 2. Jahrhunderts als Holz-Erde-Befestigung errichtet und im frühen 3. Jahrhundert zu einem rechteckigen Steinbau umgebaut. Es blieb bis ins 5. Jahrhundert in Betrieb, wobei mehrere Umbauphasen nachweisbar sind. Archäologische Funde wie Münzschätze und Ziegelstempel der Legio X Gemina belegen seine Bedeutung. Heute ist das Bodendenkmal Teil des UNESCO-Weltkulturerbes Donaulimes. Vor Ort sind die Spuren des Kastells auf dem Alanovaplatz, dem Friedhof und dem Brauereigelände sichtbar. Im Umfeld wurden Gräberfelder entdeckt, darunter eines am Schwechater Hauptplatz und ein weiteres südlich des Kastells am Frauenfeld. Die Lage nahe dem antiken Donauufer unterstreicht seine historische Rolle als militärischer Stützpunkt.
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