📷 Bild: Wikimedia Commons
Ehemaliges Benediktinerkloster Schönthal
Ehemaliges Kloster in Langenbruck im Kanton Basel-Landschaft, Schweiz
Das ehemalige Benediktinerkloster Schönthal liegt nordöstlich des Passdorfes Langenbruck im Kanton Basel-Landschaft. Es wurde erstmals 1145 urkundlich erwähnt und war bis 1529 bestehend. Die Klosterkirche wurde 1187 eingeweiht, und im 13. Jahrhundert gab es hier ein Doppelkloster. 1525 wurde das Kloster während des Bauernkriegs geplündert, und 1529 wurde es aufgelöst. Die Liegenschaften gingen 1836 in Privatbesitz über. Das Kloster war bis zur Reformation ein wirtschaftlicher Zentrum, wobei die Kirche als Ökonomiegebäude genutzt wurde. Von 1541 bis 1682 wurde in der Klosterkirche eine Ziegelbrennerei betrieben, und die Ziegel sind bis heute im Dach vorhanden. Um das Kloster herum entstanden Rodungshöfe, darunter Gross-Wald, Klein-Wald, Chilchzimmer und Spittel. Das Dorf Titterten war kirchlich mit dem Kloster verbunden, und Bennwil wurde dem Kloster geschenkt. Das Kloster besitzt eine romanische Kirche, die bis heute teilweise erhalten ist. Die Westfassade mit dem Relief des kreuztragenden Lammes und dem Inschriftengewände gilt als Prunkstück der hochromanischen Architektur. Wandmalereien aus dem 12. und 14. Jahrhundert sind fragmentarisch erhalten. Die Glocke aus dem 15. Jahrhundert stammt aus der Glockengiesserei Aarau. Die Urkunden sind heute im Staatsarchiv Basel.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Kloster, Bauwerk, religiöse Gemeinschaft
- Ort
- Langenbruck
- Adresse
- Schöntalstrasse 158, 4438 Langenbruck
- Denkmalstatus
- Schützenswertes Ortsbild der Schweiz
- Seehöhe
- 735 m
In der Nähe
- Langenbruck1.2 km
- Dürsteltal, mittelalterlicher Bergbau983 m
- Chraiegg/Hochmoor, römischer / mittelalterlicher Passübergang1.0 km
- Oberer Hauenstein1.1 km
- Gerstelfluh, prähistorische Höhensiedlung / mittelalterliches Herrschaftszentrum2.4 km
- Ruine Alt-Bechburg3.0 km
QR-Code