Viereichen

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Rietschen

Viereichen

Viereichen liegt am südlichen Rand des Muskauer Faltenbogens zwischen Weißwasser und Niesky am Weißen Schöps. Westlich der Gemeinde liegen Boxberg und Reichwalde, östlich Rietschen und Daubitz. Der Ort war Teil der Gemeinde Rietschens und umfasste mehrere Fluren und Häusergruppen. Die Landschaft um Viereichen war geprägt von Industrie- und Siedlungsgebieten, die den Ort über Jahrhunderte beeinflussten. Viereichen wurde erstmals 1399 als Vireichin erwähnt und war ein Rundweiler mit Block- und Streifenflur. Der Name leitet sich von vier Eichen ab, die den Ort prägten. Die Viereichener Heide war Gegenstand von Streitigkeiten um die Herrschaftsgebiete. Im 16. Jahrhundert wurde ein Eisenhammer errichtet, der bis in den Dreißigjährigen Krieg hinein bestand. Schulgründungen und religiöse Umstellungen zeigten die gesellschaftliche Entwicklung des Ortes. Der Ort war bis 1992 eigenständig und wurde 1992 in die Gemeinde Rietschen eingemeindet. Der Tagebau Reichwalde führte zu einem Ortsabbruch, der die Wüstung vollständig zerstörte. Die vier Eichen, die den Namen des Ortes trugen, wurden gefällt. Dennoch lebt Viereichen durch die Genossenschaft Viereichener Rindfleisch fort, die den traditionellen Charakter des Ortes bewahrt.

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Bezirk
Rietschen

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