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Gebrüder-Herrnfeld-Theater
ehemaliges Theater in Berlin
Das Gebrüder-Herrnfeld-Theater war ein jiddisches Theater in Berlin, das von den Brüdern Anton und Donat Herrnfeld gegründet und bis etwa 1918 betrieben wurde. Es befand sich zunächst in der Villa Colonna an den Königskolonnaden und später in der Kommandantenstraße 57. Das Theater war ein Zentrum der Berliner Unterhaltungswelt und verband bürgerliche und volkstümliche Elemente. Die Stücke der Herrnfelds wurden in jiddischem Jargon verfasst und thematisierten jüdische Lebensgewohnheiten. Die Herrnfelds schrieben und spielten ihre über 100 Stücke selbst, wobei Anton oft slawische Figuren und Donat jüdische Hauptpersonen darstellte. Ihre Arbeit brachte sie schnell Berühmtheit ein, doch die Rezeption war stark unterschiedlich. Während einige wie Kurt Tucholsky und Alfred Döblin sie lobten, kritisierte die antisemitische Presse ihre Darstellung der Juden. Die Stücke wurden auch verfilmt, darunter „Endlich allein“ und „Familientag im Hause Prellstein“. Das Theater war ein Ort der Vielfalt und Konflikte. Nach dem Tod von Donat Herrnfeld 1916 veränderte sich das Repertoire, und das Haus wurde von verschiedenen Betreibern weitergeführt. Es war Teil der Berliner Bühnenlandschaft bis in die 1920er Jahre, als es schließlich in verschiedene Hände überging. Die Bühne blieb ein Raum für verschiedene künstlerische Ausrichtungen und politische Haltungen.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Theatergebäude, zerstörtes Gebäude oder Bauwerk
- Ort
- Friedrichshain-Kreuzberg
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