Gertraudenkapelle Salzburg

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SalzburgBezirk Salzburg

Gertraudenkapelle Salzburg

Kapelle in den Katakomben oberhalb des Petersfriedhof Salzburg

Die Gertraudenkapelle ist eine der vier Kapellen in den Katakomben oberhalb des Petersfriedhofs in Salzburg. Sie liegt in einer Höhle, die durch einen Felssturz im 12. Jahrhundert freigelegt wurde. Über der Höhle erhebt sich ein kleines Pultdach mit Glockentürmchen auf der bergabgewandten Seite. Die Kapelle ist ein bedeutendes Zeugnis der Salzburger Malerei der Spätromanik. Ihre Freskenreste, darunter die Darstellung des Martyriums von Thomas Becket, zählen zu den frühesten ihrer Art. Die Wandmalereien wurden durch Restaurierungen in der Neuzeit teilweise wieder lesbar gemacht, wobei Vergoldungen und plastische Putzauflagen freigelegt wurden. Auch außen finden sich Malereireste, etwa ein romanisches Kreuzigungsfresko mit Assistenzfiguren aus dem Jahr 1178. Im Inneren prägen sechs Rundbogennischen im neo-frühchristlichen Stil den Raum, die 1865 nach Entwürfen von Georg Pezolt entstanden. Ein neoromanisch-neogotischer Altar aus Tonplatten wurde bereits 1862 eingefügt. Ein romanisch-gotischer Pfeiler aus dem 17. Jahrhundert wirkt wie aus dem Fels gehauen und teilt den Raum. Die Kapelle gilt als ältestes Becket-Patrozinium im süddeutschen Raum und wird noch heute für regelmäßige Messen genutzt.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Kapelle
Ort
Salzburg
Quellen:Gertraudenkapelle Salzburg (CC0-1.0)

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