📷 Bild: Wikimedia Commons
Steinkammergrab von Züschen
Großsteingrab in Deutschland
Das Galeriegrab Züschen I liegt im Schwalm-Eder-Kreis, zwischen den Ortsteilen Züschen und Lohne, auf einem Feld nahe der Gemarkungsgrenze. Es ist ein megalithisches Grab aus dem 4. bis 3. Jahrtausend v. Chr. und zählt zu den bedeutendsten Exemplaren seiner Art. Die Anlage ist um 90° gegen die Hangneigung gedreht und vermutlich zum Wartberg ausgerichtet, einem Fundort der Wartberg-Kultur. In der Umgebung befanden sich ursprünglich drei weitere Galeriegräber, die heute nur noch als Fundstellen bekannt sind. Das Grab ist für seine eingeritzten Bildzeichen bekannt, die eine Sonderstellung unter den Megalithanlagen der Wartberg-Kultur einnehmen. Die Zeichnungen auf den Steinplatten zeigen Rinder, möglicherweise Pflüge oder Karren, sowie ein Gesicht, das als Bild der Großen Göttin gedeutet wird. Die Funde umfassen menschliche Knochen, Rinderknochen, Keramik und Werkzeuge. Die Grabkammer ist 20 m lang und 3,50 m breit, mit Sandsteinplatten gebaut, die aus Entfernungen von bis zu 1300 m transportiert wurden. Die Anlage wurde mehrfach archäologisch untersucht und digital vermessen. Die Grabanlage besteht aus rechteckigen Sandsteinplatten, die in der Grabkammer und dem Vorraum angeordnet sind. Der Vorraum hat ein Seelenloch mit 50 cm Durchmesser, das als Zugang zwischen Lebenden und Toten gedeutet wird. Die Grabkammer ist mit tennenartig festgetretenem Lehm belegt. Die Steinplatten wurden mit einfachen Mitteln bearbeitet und zeigen Ritzzeichnungen, die möglicherweise mit einem Metallgerät angefertigt wurden. Die Funde umfassen Knochen, Keramik, Werkzeuge und eine tönerne Tasse. Die Anlage wurde mehrfach archäologisch untersucht und digital vermessen.
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- Art
- Dolmen, Archäologische Stätte
- Ort
- Fritzlar
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
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