📷 Bild: Wikimedia Commons
Kadrina
Landgemeinde in Estland
Kadrina liegt im Westen des Kreises Lääne-Viru in Estland und gehört zum Lahemaa Nationalpark. Die Gemeinde umfasst ein Viertel des Nationalparks und grenzt an das Nationalwasserschutzgebiet Pandivere. Sie wird vom Fluss Loobu durchflossen, der sich von Südosten nach Nordwesten durch die Gemeinde schlängelt. Die Landschaft ist geprägt von eiszeitlichen Graten, die in mehreren Reihen nebeneinander liegen und als „Furchen des Kalevipoeg“ bekannt sind. Die Gemeinde besteht aus mehreren Dörfern und Ortschaften, darunter der Hauptort Kadrina. Die Geschichte der Gemeinde reicht bis ins 5. Jahrhundert zurück, als das Gebiet erstmals besiedelt wurde. Der Deutsche Orden eroberte das Gebiet 1219, und 1220 gründeten die Dänen die Kirchgemeinde Torvestavere. Die heutige Kirche wurde im 15. Jahrhundert errichtet, und die Patronin der Gemeinde wurde die Heilige Katharina. Die Eisenbahnstrecke Tallinn–Sankt Petersburg brachte 1870 einen wichtigen Impuls für die Entwicklung der Gemeinde. 1902 wurde die örtliche Schule gegründet, und 1926 wurde ein Denkmal für die Gefallenen aus dem Ersten Weltkrieg und dem estnischen Unabhängigkeitskrieg errichtet. Kadrina ist bekannt für seine kulturelle und historische Bedeutung. Friedrich Reinhold Kreutzwald, der Vater der estnischen Literatur, wurde hier geboren. Pfarrer wie Heinrich Stahl und Arnold Friedrich Johann Knüpffer trugen maßgeblich zur Entwicklung der estnischen Literatur bei. 1994 wurde ein Denkmal für die Estnische Sprache errichtet. Die Gemeinde hat Partnerschaften mit Janakkala, Mora und Trøgstad. Sie wird von wichtigen Straßen und der Bahnstrecke Tallinn–Narva durchzogen.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Landgemeinde in Estland
- Ort
- Kreis Lääne-Viru
- Website
- https://www.kadrina.ee
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