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Kath. Filialkirche hl. Vitus
Kirche in Katsdorf (1761)
Die katholische Filialkirche zum heiligen Vitus steht in Katsdorf, einer Gemeinde in Oberösterreich. Sie gehört zum Dekanat Gallneukirchen in der Diözese Linz und ist denkmalgeschützt. Die erste Kirche an dieser Stelle wurde 1116 aus Holz errichtet und dem Heiligen Vitus geweiht. Nach Zerstörungen und Umbauten entstand die heutige frühbarocke Kirche 1645 an einem neuen Standort, nachdem der vorherige wegen Erdrutschgefahr aufgegeben wurde. Die Kirche blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Ursprünglich war Katsdorf Teil einer großen Pfarre, die sich von der Donau bis zum Nordwald erstreckte. Nach der Unabhängigkeit von Ried in der Riedmark wurde die Kirche 1125 dem Stift St. Florian unterstellt. Nach einer Phase der Verwaisung durch Priestermangel wurde sie 1546 wieder Filialkirche, bis sie 1785 zur eigenständigen Pfarre erhoben wurde. Das heutige Erscheinungsbild prägten Umbauten nach einem Brand 1838 und Renovierungen im 19. und 20. Jahrhundert. Der schlichte Saalbau mit gotischem Chor und schlankem Westturm bietet einen klaren Innenraum mit Platzlgewölben und einer zweigeschoßigen Westempore. An der Nord- und Südseite finden sich barocke Portale, während die Fenster teilweise von namhaften Künstlern wie Carl Geyling’s Erben gestaltet wurden. Im Altarraum hängt seit 1983 ein barockes Gemälde des Kirchenpatrons. Die vier neuen Fenster von 2009 symbolisieren zentrale kirchliche Aufgaben. Der Turm beherbergt ein historisches Geläut, das seit 1719 dokumentiert ist und nach Bränden und Neugüssen bis heute erklingt.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Kirchengebäude
- Ort
- Katsdorf
- Denkmalstatus
- Denkmalgeschütztes Objekt in Österreich
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