📷 Bild: Wikimedia Commons
Plonjon
archäologische Stätte in der Schweiz
Plonjon ist ein prähistorisches Pfahlbau-Grabungsplatz in der Schweiz, der vom Neolithikum bis ins späte Bronzezeit reicht. Er liegt am Ufer des Genfersee in der Gemeinde Genf, im Kanton Genf. Der Ort ist im Bereich des „Banc de Travers“ gelegen, der damals aufgrund des höheren Seewasserspiegels (368 Meter über dem Meeresspiegel) trockengelagert war. Die Pfähle sind parallel zum Seeboden angeordnet. Der Pfahlbau wurde erstmals 1854 von Hippolyte-Jean Gosse dokumentiert und 1921 durch Louis Blondel genauer untersucht. Dabei wurden 1.583 Pfähle gezählt. Die archäologische Untersuchung von 2009 bis 2013 ergab, dass der Ort von etwa 1060 bis 858 vor Christus besiedelt war. Dabei wurden über 1.400 Holzproben analysiert, wobei der Chêne die häufigste Holzart darstellte. Die Bronzezeit ist besonders gut dokumentiert mit tausenden Bronzegenüssen und architektonischen Elementen. Besonders interessant sind die unter den Bronzezeit-Schichten gefundenen Holzstümpfe, die bis ins 3. Jahrtausend vor Christus zurückreichen. Zwei Orme und zwei Erlen wurden fachlich gut erhalten, da sie von sandigem Sediment bedeckt waren. Die Holzstümpfe zeigen Spuren von Schneidungen, was auf die Nutzung als Winterfutter hindeutet. Der Ort ist als nationales kulturelles Denkmal geschützt.
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- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Eaux-Vives
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