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Johanniterkommende Braunschweig

Konvent eines Ritterordens in Deutschland

Die Johanniterkommende Braunschweig war eine Niederlassung des Johanniterordens in der Stadt Braunschweig, vermutlich gegründet 1173/1174. Sie lag südwestlich der Straße Kattreppeln, zwischen zwei Armen der Oker. Die Anlage umfasste Kirche, Hospital und Wohngebäude im nordwestlichen Bereich des Grundstücks, während der südwestliche Teil aufgrund von Hochwassergefahr unbebaut blieb. Die Überreste des Johannishofes sind heute nicht mehr sichtbar, da das Areal ab 1784 abgebrochen und später von modernen Gebäuden bebaut wurde. Die Kommende war die älteste Niederlassung des Johanniterordens im heutigen Niedersachsen. Sie wurde 1224 erstmals urkundlich erwähnt und stand unter dem Schutz von Pfalzgraf Heinrich, dem Sohn Heinrichs des Löwen. Die Johanniter besaßen landwirtschaftliche Flächen und Grundbesitz in mehreren Dörfern, darunter Cramme, Hötzum und Vechelde. Sie hatten auch das Patronat der Heilig-Geist-Kapelle und verwalteten Zinsen aus dem Pfarrbezirk der Johanniskapelle. Die Kommende wurde 1358/9 zur Priorei der Kommende Süpplingenburg herabgestuft. In der Region um den Johannishof gab es auch den Tempelhof, der 1357 an die Johanniter übertragen wurde. Die Matthäuskapelle des Tempelhofes wurde 1359 neu geweiht. 1367 verkaufte die Kommende das Gelände des Tempelhofes an die Kalandsbruderschaft. Die Johanniter blieben bis 1358/9 in Braunschweig als Priorei der Kommende Süpplingenburg tätig. Die Kommende wurde schließlich 1549 an den Rat der Stadt verkauft.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Kloster, religiöse Gemeinschaft
Ort
Braunschweig
Erbaut
1173

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